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Augen zu und durch:
Wenn blühende Wiesen für die Artenvielfalt gemäht werden müssen vom 26.06.2020

Da blüht es gerade so schön und plötzlich werden die im Rahmen des Projekts "Natur nah dran" extra für Wildbienen und Schmetterlinge angelegten Wildblumenwiesen abgemäht. Was auf den ersten Blick nach einem herben Widerspruch aussieht, ist in Wirklichkeit ein durchdachter Schritt hin zu mehr Artenvielfalt. "Ein früher Pflegeschnitt im ersten oder zweiten Jahr ist wichtig, damit die neu eingesäten und noch kleinen Wildblumen Licht und Platz zum Wachsen bekommen. Sonst werden sie von schnell wachsenden und weniger erwünschten Pflanzen wie Gänsefuß, Hühnerhirse, Weißklee oder Löwenzahn überwuchert", sagt Artenschutzreferent Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. "Wenn man ganz genau hin schaut, sieht man am Boden schon die Jungpflanzen von Wegwarte, Margerite oder Salbei. Diese können jetzt wachsen und wir freuen uns auf eine weitere Blüte im Spätsommer."

In den nächsten Jahren ist dann meist eine ein- oder zweimalige Mahd ausreichend, nachdem die Wildblumen ausgesamt haben.

"Die im Projekt angelegten Biotope benötigen Anfangs etwas Geduld und Pflege, um sich zu entwickeln. Interessant ist auch, dass sie sich im Laufe der ersten Jahre immer weiter verändern", erklärt Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. "Blühen beispielsweise anfangs noch viele einjährige Pflanzen wie Mohn, Leimkraut oder Lein, etabliert sich mit der richtigen Pflege über die Jahre eine stabile Pflanzengemeinschaft mit mehrjährigen Arten wie Wiesen-Witwenblumen, Wiesen-Glockenblumen oder Wiesen-Flockenblumen - das macht die Flächen als Lebensraum so attraktiv für viele Insekten und andere Tiere."

Hier finden Sie weiteres zum Thema "Klimaschutz":'
www.klimabeirat-lauchringen.de

Kontakt:
klimabeirat@lauchringen.de

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