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Bürger - Bürgermeisteraktuell

Betriebsschließung der Firma Lauffenmühle
vom 16.05.2019
Teaserbild Worte von Bürgermeister Schäuble

Worte zur Betriebsschließung
der Firma Lauffenmühle
- Was uns bewegt… -


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was für uns alle nahezu unvorstellbar war, tritt nun in Kürze ein: Der Textilstandort Lauchringen findet mit der baldigen Betriebsschließung der Firma Lauffenmühle nach 185 Jahren sein Ende. Die Schließung eines so traditionsreichen Unternehmensstandorts ist für unsere Gemeinde natürlich ein gravierendes Ereignis und ein schwerer Schlag. Die Geschichte der Gemeinde Lauchringen war seit je her stark geprägt von der wirtschaftlichen Entwicklung der Firma Lauffenmühle, die schon immer ein wichtiger Faktor im Arbeits- und Wirtschaftsleben unserer Gemeinde gewesen ist. Der Verlust eines solchen Traditionsunternehmens, ist für eine Gemeinde nur schwer zu verkraften.

Eine Betriebsschließung dieser Größenordnung ist eben nicht einfach nur eine unternehmensinterne Entscheidung, sondern sie hat auch gesellschaftliche Konsequenzen. Dies war der Geschäftsführung durchaus bewusst und so hat die Leitung, vor dem Hintergrund der Fürsorge für die Beschäftigten und der immensen sozialen Verantwortung, auch große Anstrengungen unternommen, Unternehmen zu finden, die sich für die Firma Lauffenmühle einsetzen. Leider haben sich die Hoffnungen auf eine Betriebsübernahme durch Dritte zerschlagen. Umso härter trifft diese Insolvenz nun also die Belegschaft, denn die Betriebsschließung der Lauffenmühle hat natürlich in erster Linie für die dort beschäftigten Mitarbeiter ganz weitreichende, persönliche Auswirkungen. Viele der Beschäftigten, von denen nicht wenige, Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte dem Betrieb die Treue gehalten haben, müssen sich nun ganz neuen Herausforderungen stellen. Für viele kommt dieses endgültige Aus doch unerwartet, hatte die Firma Lauffenmühle es in den vergangenen Jahrzehnten doch schon mehrfach geschafft, Insolvenzen zu überstehen und den Fortbestand der Firma zu sichern. In all diesen, mehrfach schwierigen Zeiten, haben die Mitarbeiter mit Fleiß, Zielstrebigkeit, Pflichtbewusstsein und Beharrlichkeit ihre Firma unterstützt und haben immer wieder bewiesen, dass mit Eifer und Ausdauer auch solche Situationen überstanden werden können. Viele von den Mitarbeitern haben auf einiges verzichtet, um den Betrieb zu retten, waren, mit diesem Ziel vor Augen, immer bereit, auch ein wenig mehr zu tun, als die Pflicht ihnen auferlegt hat. Dass all dies nun nicht von Erfolg gekrönt ist und die endgültige Betriebsschließung bevorsteht, ist ein Schock für alle Betriebsangehörigen und tut auch mir persönlich sehr weh. Ich kann die vorherrschenden Reaktionen unter den Beschäftigten wie Ärger, Angst, Ratlosigkeit, Unsicherheit und Verzweiflung sehr gut verstehen. Vieles wurde geopfert und doch wurde nichts gewonnen.

Die Schicksale der von der Betriebsschließung betroffenen Mitarbeiter liegen mir sehr am Herzen, da ich auch einige von ihnen persönlich sehr gut kenne. Nun gilt es als Gemeinde zusammenzustehen. Die Arbeitnehmer und ihre Familien haben unsere Solidarität und Unterstützung verdient. Sie können versichert sein, ich werde mein Möglichstes dafür tun, meine Kontakte und Netzwerke zu den hiesigen Abgeordneten und den regionalen Unternehmen zu nutzen, um die Lauffenmühleangehörigen baldmöglichst wieder in geregelte Arbeit zu bringen. Erste Gespräche mit der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin habe ich bereits geführt und auch für die bei der Gemeinde zu besetzenden Stellen, werden wir künftig vorrangig einen Einstellungskorridor für Mitarbeiter der Lauffenmühle schaffen. Meine große Hoffnung ist es, innerhalb der Region eine Art Bündnis zu initiieren und die hiesigen Betriebe und Unternehmen davon zu überzeugen, dass es in unser aller Verantwortung liegt, Zukunftsperspektiven für die Betriebsangehörigen der Lauffenmühle anzubieten.

Zeichen der Solidarität sind wichtig. Weit wertvoller und zielführender sind jedoch konkrete Hilfen und individuelle Lösungen für die einzelnen Beschäftigten. Ich denke und fühle mit den Betroffenen und ihren Familien und bin gerne auch zu persönlichen Gesprächen und Hilfestellungen bereit.

Ihr

Thomas Schäuble
Bürgermeiter

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