Die Schule am Hochrhein wird zur Realschule
Bericht von Herbert Schnäbele, veröffentlicht am 21.11.2025 im Südkurier
Große Freude herrscht seit wenigen Tagen bei der Gemeindeverwaltung und der Leitung der Schule am Hochrhein in der Hohrainstraße. Mit Bescheid vom 4. November hat das Kultusministerium Baden-Württemberg dem Antrag auf Einrichtung einer Realschule am Standort der Schule am Hochrhein zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 mit gleichzeitiger Aufhebung der Werkrealschule zugestimmt.
Bürgermeister Thomas Schäuble übergab die erfreuliche Nachricht des Regierungspräsidiums Freiburg an die Schulleiterin Ulrike Stoll und meinte: „Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung freuen sich sehr über diese Entscheidung, mit der gleichzeitig die hervorragende Arbeit des Lehrerkollegiums und der Schulleitung bestätigt wird.“
Ulrike Stoll erläutert, dass Anfang Februar dieses Jahres die Gemeinde Lauchringen den Antrag auf Weiterentwicklung der Werkrealschule zur Realschule unter der verantwortlichen Federführung von Verwaltungsbeamtin Jennifer Langenbacher gestellt habe. Auslöser für diesen Schritt war der Wegfall des zehnten Schuljahres und damit des mittleren Bildungsabschlusses vor Ort – ein Bildungsangebot, das bereits seit dem Schuljahr 1994/1995 in Lauchringen fest verankert war.
Orientierungsjahr in der fünften Klasse
„Mit der Weiterentwicklung zur Realschule wird die Tradition des mittleren Bildungsabschlusses in Lauchringen wieder langfristig gesichert“, verdeutlicht Stoll. Nach einem Orientierungsjahr in Klasse fünf werden die Schülerinnen und Schüler ab dem sechsten Schuljahr differenziert auf dem grundlegenden Niveau und auf dem mittleren Niveau unterrichtet. Das grundlegende Niveau mündet im Hauptschulabschluss nach der Klasse neun. Das mittlere Niveau führt zur Mittleren Reife nach Klasse zehn.
Gleichzeitig betont die Schulleiterin, dass die bewährten Grundpfeiler des bisherigen Schulprogramms, nämlich die Stärkung sozialer Kompetenzen, sowie eine breit gefächerte und praxisnahe Berufsorientierung erhalten blieben.
Am Schulklima ändert sich nichts
Auch das besondere Schulklima werde laut Schulleiterin unverändert bestehen bleiben. Die vergleichsweise kleine Schulgröße ermögliche weiterhin eine familiäre Atmosphäre, enge Beziehungsarbeit und eine individuelle Betreuung der Schülerinnen und Schüler. Dazu kämen zusätzliche Angebote, die die Schule seit Jahren prägen – von der Mensa über das Schülercafé bis hin zu kurzen Wegen zu sämtlichen Sportstätten und dem Schwimmbad. „Verschiedene Arbeitsgemeinschaften runden das pädagogische Profil ab“, betont Ulrike Stoll. Zur Darstellung des künftigen Schulbetriebes gäbe es im neuen Jahr zwei Informationsveranstaltungen - am 29. Januar und am 26. Februar, informiert die Schulleiterin.
„Die Gemeinde ist davon überzeugt, dass die Weiterentwicklung zur Realschule einen wichtigen Schritt für die Bildungslandschaft vor Ort darstellt“, resümiert Bürgermeister Thomas Schäuble. Außerdem sei die Entscheidung ein starkes Signal hinsichtlich der Qualität, Kontinuität und Zukunftschancen für die Kinder und Jugendlichen in Lauchringen, freut sich Ulrike Stoll.
Informationen für Eltern und Schüler
Um Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Interessierten einen umfassenden Einblick in das Konzept und die Zukunft der neuen Realschule Lauchringen zu ermöglichen, lädt die Schule zu zwei Informationsforen ein. Am Donnerstag, 29. Januar 2026, findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Ein Tag der offenen Tür ist am Donnerstag, 26. Februar 2026, von 15 bis 18 Uhr geplant.

