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Borkenkäferbefall
Borkenkäferbefall - Erkennen,Einschätzen, Handeln vom 11.07.2019
Borkenk√§ferbefall ‚Äď
Erkennen, Einschätzen, Handeln

Das Kreisforstamt Waldshut teilt mit, dass man in den letzten Monaten mit vereinten Kräften versucht habe, der Borkenkäfer-Massenvermehrung Herr zu werden. Inzwischen zeige sich jedoch, dass die Vorschädigungen des Vorjahres so stark sind, dass selbst der ergiebige Regen im Mai unsere Waldbestände nicht ausreichend stabilisiert hat. Insbesondere auf schlechteren Standorten zeigen nicht nur Fichten und Tannen sondern auch zunehmend unsere Laubbäume einen Befall. Durch die aktuell warmen Temperaturen entwickeln sich die Borkenkäfer rasant.

Mittlerweile ist massiver Stehendbefall, selbst in den Hochlagen des Landkreises, zu verzeichnen. In den tieferen Lagen ist die erste Borkenk√§fergeneration fertig entwickelt. Der Schw√§rmflug f√ľr die Anlage der zweiten Generation hat begonnen. Die Borkenk√§fermassenvermehrung setzt nun ganz massiv ein. Besonders auffallend ist, dass nicht nur bekannte Befallsherde betroffen sind, sondern auch in der Tiefe der Waldbest√§nde Frischbefall zu verzeichnen ist.

Nicht nur der Fichte geht es schlecht. Auch die Tanne leidet stark unter den Folgen des trockenen Jahres 2018. Der Borkenkäferbefall an der Tanne stellt ein ähnliches Waldschutzrisiko wie an der Fichte dar. Auch hier gilt ein schneller Brutraumentzug, um der massenhaften Vermehrung der Käfer entgegenzuwirken.

Der massive Neubefall bringt nun Holzernteunternehmer, Fuhrleute, Revierleiter und Waldbesitzende an ihre Grenzen. Engp√§sse in der Aufarbeitungs- und Vermarktungskette werden sichtbar. Mit dem Ausflug der ersten Borkenk√§fergeneration in den mittleren und h√∂heren Lagen ab Mitte Juli, wird das Schadholzaufkommen so gro√ü sein, dass im gesamten Landkreis die Kapazit√§ten der Aufarbeitungskette, f√ľr die Holzlagerung und auf der Abnehmerseite nicht mehr ausreichen werden. Die Folgen dieser Kalamit√§t werden nicht nur die Waldbesitzenden sp√ľren. Allerorts Forstmaschinen und Holzpolter, Wegesperrungen, aufw√§ndige und teure Verkehrssicherungshiebe mit Stra√üensperrungen, sich stark √§ndernde Waldbilder, sind nur ein paar beispielhafte Auswirkungen, die die Bev√∂lkerung ber√ľhren werden.

Das Kreisforstamt Waldshut hat deshalb eine Veranstaltungsreihe mit dem Motto ‚ÄěPrima Klima?‚Äú gestartet, bei denen verschiedene Akteure mit unterschiedlicher Betroffenheit miteinander diskutieren und sich austauschen. Interessierte B√ľrgerinnen und B√ľrger sind dazu herzlich eingeladen. Die n√§chste Veranstaltung findet am 03. September im Haus des Gastes in Birkendorf statt und danach am 18. September im Kreistagssaal in Waldshut. Hierzu folgen noch separate Einladungen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, weiter proaktiv die K√§ferproblematik anzugehen und in der momentan schwierigen Situation eine m√∂glichst hohe Transparenz √ľber die bevorstehenden Ma√ünahmen herzustellen.


Die Lage in Lauchringen
Auch im Gemeindewald Lauchringen stellt sich die Lage dramatisch dar. Borkenk__fer
Lauchringens Revierf√∂rster Berthold Schmid berichtet, dass u.a. aufgrund des K√§ferbefalls und der vergangenen St√ľrme das Hieb-Soll f√ľr das hiesige Revier schon √ľberschritten wurde und der Hieb bereits jetzt bei 2.400 Festmetern liege. Zus√§tzlich seien aktuell schon wieder 600 Festmeter K√§ferholz frisch gehauen und weitere 500 Festmeter neu von K√§fern befallen. Im Bergwald seien 200 Festmeter geerntet und 200 Festmeter befallen, im Wiggenbergwald ebenso, im Reiherwald liegen 200 Festmeter und es bestehe zwischen dem Denkmal Reiherwald und der Pritsche ein neuer Befall von ca. 100 Festmeter. Letztes Jahr habe der K√§ferbefall erst im Juli begonnen, jetzt m√ľsse damit gerechnet werden, dass die K√§fer weiter ausfliegen und weitere W√§lder befallen.

Gesetzliche Grundpflichten der Waldbesitzer
Gemäß Landeswaldgesetz hat jeder Waldbesitzer die gesetzliche die Pflicht,
‚ÄĘ den Wald pfleglich zu bewirtschaften, insbesondere
‚ÄĘ tierische und pflanzliche Forstsch√§dlinge rechtzeitig und ausreichend zu bek√§mpfen, wobei
‚ÄĘ biologische und biotechnische Ma√ünahmen Vorrang haben (¬ß¬ß12, 14 Landeswaldgesetz).

Das Kreisforstamt Waldshut hat zu den Aufarbeitungspflichten ein Merkblatt herausgegeben, das unter dem Link
http://www.landkreis-waldshut.de/fileadmin/landkreis-waldshut.de/media/kreisforstamt/ Anzeige_Aufarbeitungspflicht_Waldschutz_final.pdf abgerufen werden kann.
Weitere Informationen erteilt das Kreisforstamt oder können abgerufen werden unter
https://www.forstbw.de/fileadmin/forstbw_infothek/forstbw_info/ForstBW_Flyer_Borkenkaefer.pdf.

Nach ObenGemeindeverwaltung Lauchringen - Hohrainstr. 59, 79787 Lauchringen, Tel: +49-7741-60950, Fax: +49-7741-609543 - Mo, Di, Do 8:00-12:00 + 14:00-16:00, Mi 8:00-12:00 + 14:00 - 18:00, Fr 8:00-13:00
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